Hinter der Linse
Dr. Yudmila
Es beginnt alles mit einer Idee.
Liebe Freunde,
ich wende mich heute mit einer persönlichen Bitte an euch. Es geht um etwas, das mir sehr am Herzen liegt und bei dem ich hoffe, dass wir gemeinsam ganz konkret helfen können.
Über Ostern war ich in Havanna. Bei meinem Aufenthalt habe ich für den österreichischen Kurier einen Artikel über die Situation vor Ort geschrieben und fotografiert. Den Artikel habe ich als Screenshot angehängt.
Bei diesem Aufenthalt habe ich auch Dr. Yudmila kennengelernt und das Krankenhaus González Coro besucht. Was ich dort erlebt und von den Ärzten erfahren habe, hat mich nicht mehr losgelassen. Es fehlt an wichtigen Medikamenten und medizinischen Materialien. Besonders dramatisch ist die Situation bei der Versorgung von Müttern und Neugeborenen.
Ein Beispiel ist Oxytocin. Dieses Medikament hilft, die Gebärmutter nach der Geburt zusammenzuziehen und gefährliche Blutungen zu verhindern. Bei einer schweren Nachblutung kann es lebensrettend sein.
Kuba stellt Oxytocin selbst her. Doch dafür werden bestimmte Bestandteile aus dem Ausland benötigt. Nach den Informationen, die ich erhalten habe, kommen Lieferungen nicht an, weil Speditionen unter Druck gesetzt werden, sie nicht weiterzutransportieren.
Wie dramatisch die Lage inzwischen ist, zeigt eine weitere Zahl: Tausende Container mit Lebensmitteln, Medikamenten und Solarmodulen für Kuba sollen ihr Ziel nicht erreichen. Nach Angaben von Hilfsorganisationen, UN-Vertretern und Unternehmen stauen sie sich in Häfen der Karibik und Lateinamerikas. Kubanische Regierungsvertreter sprechen von mehr als 7.000 festsitzenden Containern. Ein Minister nannte diese Zahl Anfang August im Parlament; vergangene Woche wiederholte sie Kubas UN-Botschafter in Genf, Rodolfo Benítez Verson, vor dem Menschenrechtsrat.
Wenn lebenswichtige Medikamente und Hilfsgüter Menschen nicht erreichen, bleibt das nicht ohne Folgen. Es trifft eine Bevölkerung, die ohnehin unter einer dramatischen Versorgungslage leidet. Und es trifft Menschen in Krankenhäusern, darunter Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben, und Neugeborene, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind.
Vor Jahren fotografierte ich für den Spiegel in Havanna einen glühenden Trump-Anhänger, den der Autor in seinem Text geradezu hofierte. Heute sieht man, welches Leid Trump über Kuba bringt: fehlende Medikamente, eine steigende Kindersterblichkeit, junge Mütter, die sterben, weil lebenswichtige Medikamente fehlen. Wieder einmal ein Artikel, der der Zeit nicht standgehalten hat.
Dieser Druck auf die Versorgung einer Bevölkerung ist für mich unbegreiflich. Der Gedanke, dass lebenswichtige Medikamente und Hilfsgüter an politischen Blockaden und wirtschaftlichem Druck scheitern, macht mich wütend.
Wir können diese politische Situation nicht allein ändern. Aber wir können versuchen, dort konkret zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
Seit meinem Besuch über Ostern lässt mich die Situation im Krankenhaus nicht mehr los. Ich habe Dr. Yudmila kennengelernt, mit den Menschen vor Ort gesprochen und gesehen, wie groß der Mangel ist. Seitdem habe ich das Gefühl, dass ich nicht einfach wieder nach Hause fahren und zur Tagesordnung übergehen kann. Wenn ich die Möglichkeit habe, etwas zu tun, dann möchte ich sie nutzen.
Am 9. November werde ich deshalb erneut nach Havanna fliegen. Ich möchte die dringend benötigten Medikamente und medizinischen Materialien selbst besorgen und sie persönlich an Dr. Yudmila im Krankenhaus übergeben. Flug, Übergepäck, Unterkunft und sämtliche Reisekosten bezahle ich selbst. Jeder gespendete Euro soll vollständig den Hilfsgütern zugutekommen.
Ich habe versucht, für dieses Vorhaben eine Crowdfunding-Plattform zu nutzen. Doch die üblichen Plattformen nehmen keine Hilfsaufrufe für Kuba an. Deshalb wende ich mich direkt an euch.
Ich bitte euch um eine Spende.
Ich bitte sonst nie jemanden um Geld. Aber diesmal möchte ich nicht nur von der Not erzählen, die ich gesehen habe, sondern selbst etwas dagegen tun – und euch die Möglichkeit geben, mich dabei zu unterstützen. Es geht nicht darum, die Welt zu retten. Es geht darum, dringend benötigte Medikamente dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Vielleicht können wir damit für eine Mutter oder ein Kind einen Unterschied machen.
IIch werde am 9. November nach Havanna fliegen, um die Medikamente und medizinischen Materialien persönlich zu besorgen und an Dr. Yudmila im Krankenhaus zu übergeben.Ich habe versucht, für dieses Vorhaben eine Crowdfunding-Plattform zu nutzen. Doch die üblichen Plattformen nehmen keine Hilfsaufrufe für Kuba an. Deshalb wende ich mich direkt an euch.
Ich bitte euch um eine Spende.
Ich selbst bezahle Flug, Übergepäck, Unterkunft und sämtliche anderen Reisekosten aus eigener Tasche. Jeder Euro, den ihr spendet, soll ausschließlich für die Medikamente und medizinischen Materialien verwendet werden. Ich werde die Sachen selbst besorgen und persönlich zu Dr. Yudmila bringen.
Ich bitte sonst nie jemanden um Geld. Aber diesmal möchte ich euch die Möglichkeit geben, etwas ganz direkt Gutes zu tun. Wir können nicht die ganze Situation verändern. Aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass dringend benötigte Dinge dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Wenn ihr helfen möchtet, könnt ihr eure Spende auf folgendes Konto überweisen, bzw mir per paypal senden. (Bitte bei „Betreff" nur Dr Yudmila schreiben) infos per mail an info@mirco.net